28.05.24 Salamanca
Um halb 7 sind heute alle beim Frühstück, sehr eng und kuschelig, und wenn man wie geplant um halb 8 zum Bus kommt, sind alle guten Plätze besetzt. Das muss man einplanen. Um 4 Min. nach halb war der Bus deshalb abfahrbereit. (Das wird morgen eng beim Mittagessen, ich habe da einen Sitzplatzwunsch).
Am Wochenende gibt’s bis Régua Fahrten mit dem Zug, ist sonst seit 40 Jahre stillgelegt.
Es sind 120 km bis Salamanca. Zuerst über die Brücke vom Fluss Agueda, dann sind wir schon in Spanien. Blick zurück nach Portugal, alles hinter dem Wasser:
Seit gestern habe ich kein Netz. Nur wenig Wlan vom Schiff. In Spanien ist auch nix. <Hinterher stellt sich raus: das ist der Ausfall von 1&1, der ganz viel lahmgelegt hat und mich seitdem begleitet. Ich habe auch am 12.6. noch oft kein Internet, oder habe einen Platten und kann nicht telefonieren.... "Geben Sie uns noch ein bisschen Zeit....". Ok, ich bin ja geduldig!>
Die Landschaft ändert sich, flache Hochebene mit Wiesen. Uralte Erde ist das, gehoben und abrasiert über die Millionen Jahre, und viele Vögel wohnen hier. Die Felder haben üblicherweise Wasserlöcher, wo die Tiere trinken oder sich drin wälzen können. Auf den Feldern stehen Rinder und Bullen.
Ein großer Fluss um 9:20 Uhr. Zum Glück gibts google: der heißt Rio Huebra. Auf der Rückfahrt kommt ein besseres Bild.
Zeitlich sind sie uns eine Stunde voraus, also wie Deutschland. Hier in Spanien gibts keine Windräder und wenig Solar.
Wir fahren unbemerkt viel höher, in Portugal waren wir auf ca. 126 m, so viel wurden wir durch die Schleusen gehoben, Salamanca liegt 800 m hoch.
25 Minuten Pause an einem Schinkenladen mit großem Restaurant und 2 Toiletten mit je 3, der liegt an einer langen Geraden. Die Ansiedlung heißt Villaseco de los Garmitos.
Sie haben hier immer Invasion von Bussen, jetzt sind es zwei. Die eine Hälfte Menschen steht an den Toiletten an, die andere Hälfte bewundert die Schinken. 😁. Naja, so ungefähr...
Um 10:15 Uhr gehts weiter. Ablauf am Ziel: 11 Uhr aussteigen, Führung, 13 Uhr Essen, frei bis 17 Uhr.
Führung, an die Aussprache musste man sich gewöhnen. Ganz viel Infos, zu viel, kann man gar nicht aufnehmen. Es gibt so viel zu gucken, dass man es als Städtetrip für ein paar Tage empfehlen kann.
Wir starten am Plaza Mayor, der "Festsaal" Salamancas. Er ist von allen Seiten gleich hoch umschlossen mit dem Rathaus in einer Mitte. Am Wochenende war hier ein Büchermarkt, deshalb stehen da noch Buden, die noch abgebaut werden. Bis ins 19. Jahrh. haben hier auch Stierkämpfe stattgefunden. An jeder Säule ist ein Kopf von einem Berühmten abgebildet.
Durch einen Bogen kommen wir zur Martinskirche, mit Störchen oben drauf, wie bei fast allen Häusern, die sich dafür anbieten.
Ein Stück weiter kommen wir zur Uni, da ist so eng, dass man die Gebäude nicht so gut drauf kriegt. An der katholische Kirche hängt gleich Uni dran.
Die berühmte Universität ist 1215 schon gegründet worden. Gebäude sind aus dem 15./16. Jahrh, es sind aber viele Gebäude. Wenn man bedenkt, dass hier schon im 16. Jahrhundert 7000 Studenten studiert haben.... Zuerst die Seite mit dem Frosch:
Der ist rechts an einer Säule auf einem Schädel. Findet man nicht so leicht. Dann gehen wir rein. Sie hat viele verschiedene Räume. Mehr Bilder dazu wieder woanders, siehe unten.
ein Mammutbaum im Innenhof
Die Bibliothek ist berühmt, 1254 gegründet, wurde 1749 umgestaltet, enthält 40.000 Bücher und 3.500 Handschriften:
und dann die Kathedrale(n). Es sind nämlich zwei, die alte und die neue. Warum die neue her musste, habe ich vergessen, aber sie bauten die einfach mit der langen Mauer an die alte dran. Bei der Führung waren wir auch drin. Erst mal rundherum
Platz vor der Kathedrale |
Die alte ist wohl von 1100 - 1200.
Die neue ist 104 m lang und 50 m breit, laut Reiseführer. Begonnen wurde sie 1513, aber erst 1733 vollendet.
Akku
ist jetzt leer. An Power dranhängen, hat leider nicht richtig geladen,
macht wohl schon in der 2. Benutzungswoche schlapp, nur 25%.
Fast
gegenüber sind wir zum Essen; das war gut, Vorspeise Schinken mit
Quiche mit Kartoffeln drin, Hauptspeise Braten auf Kartoffelbrei und
Soße, Nachtisch Eiskugel (fast geschmolzen) mit Melonenstückchen, dazu
eigentlich Wasser und Rotwein, wurde an unserem Tisch erweitert durch
den Wunsch nach Sprudel und Weißwein. Der schmeckte auch. War gut,
danach ab halb 3 Auslauf, freie Zeit. An der Kathedrale entdeckten wir
den Eingang für den Turm, praktisch direkt neben dem Lokal, man muss das
Essen ja bearbeiten.
4,-
Eintritt, der hat sich sehr gelohnt, es waren nicht nur einfach
langweilige Treppen hoch, sondern ein Stückchen Treppe, dann was
anderes, z. B. raus für Aussicht, dann ein Raum mit Ausstellung, wieder
raus aufs Dach, hinten weiter und plötzlich waren wir in der Kirche oben
auf halber Höhe unter dem Gemälde in der neuen Kathedrale! Huch!
Überraschung! Klasse.
Da laufen wir rum, auf halber Höhe.
Unten: Reste vom Erdbeben von 1755 in Lissabon, das war so heftig, dass es auch hier Gebäude beschädigte.
Am anderen Ende gehts sehr eng höher, mal hin und her und dahinten ist sogar eine Ampel für rauf und runter. 160 Sekunden jede Seite. Klug gelöst, das galt nur für das letzte steile enge Stück Wendeltreppe.Viele andere Bilder hinter dem Link ganz unten. Die Römerbrücke.
Danach draußen weiter frei rumgelaufen, heute Morgen waren wir ja im Rudel, jetzt erläuft man sich was selbst. Inzwischen ist es schön warm. Schinken, Postkarten und Pin kaufen, den Cielo (Himmel) suchen, der in den Plänen als Sehenswürdigkeit eingezeichnet ist, ohne zu wissen, was es genau ist.
In der Geografieabteilung der Uni bekamen wir eine Karte geschenkt, aber mit einer falschen Angabe, wo es denn ist. Noch wo gefragt, zurück zum Museum, und da auf dem Platz wo wir heute Morgen den Frosch gesucht haben, da hinten geht es rein, haben ihn also eher zufällig bei Museum gefunden. Hätte sie mal sagen können. Das ist ein Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert. War da nicht die Erde noch eine Scheibe?
Sonne ist links, Merkur ist der mit den Raben. (Andere Gäste vom Schiff konnten eben einer Führung zuhören :-)
Runter Richtung Fluss, der heißt Tormes. Römerbrücke mit 26 Bögen, vermutlich im 1. Jahrh. gebaut, im 17. Jh ausgebessert.
Axel will sitzen und nicht mehr laufen, zur römischen Brücke müssen wir aber noch für Fotos, Axels Fotobatterie ist auch leer, wir warten nur noch auf den Bus, am Kunstmuseum, Casa Lis, Jugendstilmuseum.
Hier kann man ohne Probleme nochmal hin und ein paar Tage bleiben.
Vor 5 waren wir schon im Bus, hätten Zeit bis 5:15 gehabt; dann kommt die Ansage, dass sich zwei verlaufen haben; wir dürfen dann um 17:25 fahren = 16:25. Gleicher Weg zurück. Ich konnte noch ein bisschen aus der Powebank nachladen, aber nur bis 22% und das war schnell leer, bei 7% musste ich aufhören zu tippen. Dabei wäre jetzt so viel Zeit dafür, alles festzuhalten.
Der Fluss von heute Morgen ;-), Rio Huebra mit Brücke
Das Schiff ist immer noch in Barca d'Alva, nicht umgeparkt an die Betonwand von Vega de Terron, wo nix ist. Aber jetzt andersrum, innen liegt Miguel Torga, aber jetzt mit unserer Seite zum Wasser 😊. Schlecht für Rita, die meistens die Mauer oder ein anderes Schiff vor dem Fenster hat.
Schöne Aussicht, sehr warm draußen. Duschen, oben nochmal Beine wärmen, das Essen dauert heute ewig, es ist spanischer Tag, deshalb gibts auch spanishes Essen. Bis wir als letzte Getränke bestellen können, sitzen wir schon über eine halbe Stunde hier drin (nach halb 8).
Nach dem Hauptgang kommen Köche mit 2 Paella Pfannen, die schön angerichtet sind, und verteilen daraus, habe noch Spargel geordert. Vorher gabs Fisch. Aber sie haben es bestimmt nicht in solchen Pfannen für 127 Leute gemacht, das geht nicht....
Nachtisch kam erst 10 vor 9; um 9 Uhr Flamenco Show, 4 Frauen aus Salamanca.
Draußen ist nach 10 Uhr immer noch warm, da sitzen noch Leute und genießen das. Wir auch.
Habe Netz, es versendet aber WhatsApp Status nicht. Im Schiffs WLAN.
14 Stockwerke, 7 km, 10.674 Schritte.
Bilder hier Am Wochenende gehts hier nicht weiter, Enkel sind dran :-).
Nachtrag: wir hatten in den letzten Tagen Erkältung mit Halsschmerzen, W. hatte uns morgens mal erzählt, dass es ihm nicht gut ging, wir haben es dann am nächsten Tag gerne brüderlich mit getragen 😁, aber Tonsipret und viel Trinken hat uns geholfen. Heute war es besser. Wir werden nichts mit heimbringen.
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