29.5.24 Barca d'Alva nach Pinhao auf Ausflug
ausschlafen, soweit es geht. Hätte Lust, einen frühen Tee vorne zu holen, aber heute geht’s garnicht. Struwwelpeter und Kissenabdruck im Gesicht 😂
Alle kommen heute ab 8 zum Frühstück, innerhalb von 10 Minuten ist voll. Rita meint, der Tisch ist kleiner geworden 😂. Ich hole das Handy und versuche Fotos. Aber mit nur Beine auf dem Bild erkennt man auch nicht viel...
Kurz nach 9 kommt die Pocinho-Schleuse,
shoppen im Bordshop, Tischdecke für 7,-, Postkarte nur 50 Cent, Karte vom Fluss würde 10,- kosten, würde in einigen Jahren wohl entsorgt werden müssen, weil's keinen mehr interessiert….
Es ist frisch im Wind. Jetzt gehts wieder die Strecke an der Straße entlang.
Es sind 24 Grad und Wind, oben braucht man Jacke. Die Temperatur auf Google steigt stündlich bzw. schneller um 1 Grad.
Spazierenfahren bei schöner Temperatur
Ponte Ferroviaria, ist die geteilte
Für meinen Nachtisch sieht es schlecht aus. Abfahrt um 13:15 - da muss man um 13 Uhr raus, wenn man nicht falsch sitzen will. Und wenn wir auch wieder als letzte dran sind….
Das
Sonnendeck wurde frühzeitig geräumt wegen der niedrigen Brücke, die kam
aber nicht so bald (sondern erst kurz vor unserem Anleger, wo wir
aussteigen). Alles quetschte sich nach vorne vor die Lounge, ich auch
ein paarmal, mit Foto, weil Handy aufladen musste. Macht blauere
Farben.
Dann sofort zum Essen um 11:45, die Zeit reicht nicht für Nachtisch, obwohl wir nur drei sind, sie fangen immer hinten an, das war extrem schade, es gab nämlich Birne mit Schokosoße, das war heute ein Opfer... Die anderen Mittage gab es zu große und allergiepotentielle Nachspeisen. (Hab ich jetzt ein Wort erfunden?).
Stau am Ausgang, weil nur ein Bus da ist und wir nicht in der Sonne rumstehen sollen,
Platz am Eingang bekommen, und rechts!! Birnenverzicht hat sich gelohnt. Das Schiff fährt sofort, weil die Zeit für die Schleuse näherrückt, die sind vorgebucht.
Wir fahren von gut 100 m auf 500 m Höhe. Rechts gehts steil runter. Wir sitzen auf der richtigen Seite 😍.
Unser heutiger Reiseführer ehemals aus Trier gibt viele Erklärungen zum Wein.
Irgendwann gabs einen Vertrag mit England durch Hochzeit einer portugiesischen Prinzessin. Dadurch entstanden gute Verbindungen.
Das 1755er Erdbeben war eins der stärksten jemals auf der Welt, selbst in Salamanca gabs Risse, und eine ca 30 m hohe Tsunamiwelle, zeitlich am 1.11. vormittags, als alle in der Kirche waren, wegen Allerheilligen, deshalb viele Tote.
Erster Halt am Joao del Mundo, Retter der Welt, 500 m hoch, tolle Aussicht wie die ganze Zeit schon (der Birne trauere ich trotzdem nach ;-), 10 min Halt für Fotos. Unser Schiff ist grade in der Valeira Schleuse (ich nenne sie Valerie...)
Blick in die Landschaft
Seit 1756 ist das hier die allererste geregelte Weinregion, Portwein; Lese ist von Mitte August bis Ende Sept. Es ist sehr bürokratisch, jeder Weinberg braucht eine extra Lizenz, das reguliert die Menge. Kategorie wird ermittelt anhand der Lage, wieviel man für Portwein verwenden darf. Portwein wird nicht bewässert. Über 500 m ist es dann nur noch Tafelwein.
Es gibt 140 Weinsorten im Dourotal, 70 benutzen sie.
Die unteren Lagen bekommen mehr Punkte weil mehr Sonne, also eher für Portwein geeignet.
Schiefer ist weich, saugt Wasser, und Granit ist hart. 27 m reichen die Wurzeln in die Tiefe in Schiefer. Oben Wärme. Hier hängen die Trauben niedrig, nah am Boden. Dadurch haben sie weniger Temperaturschwankungen. Bei uns hängen sie höher, damit sie nicht schimmeln.
Alte Rebstöcke mit Herz werden bis 120 Jahre alt, alter Schnitt.
Auch interessant: Krankenpfleger
machen hier 5 Jahre Ausbildung bis zum Master, arbeiten dann 2 Jahre im
Krankenhaus, dann sind sie erst fertig. Wenn sie dann noch 1,6 Jahre weiterlernen,
dann sind sie Arzt.
29 Grad auf der Anzeige
Wenn ein Laster entgegen kommt, ist es spannend.
Wir kommen nach Sao Joao da Pesqueira, ein kleines Zentrum der Gegend mit ca 2200 Einwohnern laut Wiki, allerdings Angabe von 2011, unser Reiseführer redet von 7000 Ew, vielleicht meint das eine nur den direkten Ort und die höhere Zahl auch die weitere Umgebung mit (?). Früher lebten hier sogar mal 15.000. Es war schon im Mittelalter eine Stadt.
Wir gehen zusammen ein Stück rein mit Erklärung, dann gibts eine halbe Std Auslauf im Ort.
Die doppelte Menge an Portugiesen lebt im Ausland. Er hat je einen Bruder in Lux, USA und Can, ist aus Trier.
Die N222 gilt als schönste Straße für Autofahrer, sagt er. Die fahren wir ab dem Ort bis runter an den Douro und weiter nach links zur Quinta. Sie führt am Ende nach Porto. Aber erst noch ein Aussichtspunkt Richtung Pinhao:
Unterwegs immer steil runter
32 Grad hier, Klimawandel - alles 1 Mon verschoben, aber ok für sie.
Die Terrassen für den Wein wurden im 14. Jh von den Zisterziensern angefangen. Besonders ist hier, dass die Terrassen immer quer gepflanzt sind. Bei uns sind die Stöcke in Reihen von oben nach unten, hier haben sie Terrassen.
Im 18. Jh hatten sie die Reblaus, es gab 60% Verlust.
Am Douro entlang fahren wir bestimmt nochmal 20 Minuten von Pinhao weg Richtung Regua zur Weinprobe in der Quinta do Tedo, an der Mündung dieses Tedos.
Die Besitzer haben das Weingut 1992 gekauft. 60 Jahre alte Weinberge sind hier.
Weiße Weine wachsen ab 250 m Höhe, sie haben hier keine.
Wir kriegen in der Hitze unter einem schattigen Baum etwas erzählt, dann gehen wir rein zur Weinprobe. Großveranstaltung, jeder hat zwei Gläschen vor sich. Der erste ist der günstigste auf der List, Fine tawny, die Flasche für 17,-, 8 Jahre alt. Der schmeckte. Der zweite war ein Rotwein (schmeckt mir meist nicht), er hieß 2018 LBV für 25,-.
Unglaublich heiß mit 33 Grad, aber im Sommer hatten sie einmal in 2019 am 1. August (?) 52 Grad. Nee!
Lindenbäume - auch hier kribbelt etwas heuschnupfenmäßig. Das ist dieses Jahr neu!
Um 17:15 fahren wir zurück am Douro entlang.
Meine Internet Einschränkung liegt nicht an den Spaniern oder Portugiesen, sondern an 1&1.
Noch je Info, gabs erst letztens in Griechenland auch: Olivenöl ab 1,5 % Säure (oder weniger) soll man nicht mehr zum Kochen nehmen. Ab da ist es gute Qualität für Salat u.a., Virgin, Natives. Unter 0,8% ist extra Virgin!
In Pinhao wurden wir rausgelassen am Busparkplatz, paar Schritte zum Bahnhof mit den Kachelbildern, viel zuviele Leute, um genau zu gucken; den Zug, der vorbeikam, haben wir verpasst.
Runter zu den Schiffen, Douro Cruiser liegt da, gegenüber stehen Womos an der Seite. Noch keine weiteren Schiffe, aber das füllt sich gleich noch. Wir stehen heute mit Fenster zum Land, den Kork-Verkaufsstand haben wir voll im Blick. Da ich heute nur geschwitzt habe, ist die Dusche ein Vergnügen!
Zum Abendessen gibts Scholle, toll dekoriert mit einem Mini Hummer drauf, leider hatte niemand ein Gerät dabei.
Vorspeise war Wurst von hier auf einer Platte auf der Drehscheibe für alle. Der Tisch steht heute zum ersten Mal anders, jetzt habe ich das Tischbein zwischen den Beinen, Axel sitzt bequem dazwischen und für W. passt es auch. Aber nur bis morgen, dann ist wieder wie gehabt.
Ging heute schnell, um 20:15 Uhr waren wir schon fertig. Hätte mal heute Mittag so sein müssen…. Da sie so im Stress sind, habe ich es nicht gewagt, zu fragen, ob sie heute Abend noch eine Birne von heute Mittag haben. Hätte ihr System gesprengt.
Danach gehen wir nochmal raus, es ist so schön warm, bis rüber zu den anderen beiden Schiffen, dahinter liegt schon eins, das hatten wir noch nicht, wäre noch nicht so lange da, dann kommt auch ein zweites dran.
Und 5-6 Womos hintereinander, sie treffen sich draußen an der Mauer zum Quatschen, am Ende steht ein Deutscher mit Durcheinander drin. Selbst ausgebautes. Axel will ihn ansprechen.
Es gibt nur wenige Stellen, an den Douro ranzufahren. Stimmt, wir haben nur selten eine Straße gesehen.
An uns liegt auch wieder Gil Earnes seit kurz vorm Abendessen, Rita ist natürlich enttäuscht, Aussicht weg.
Wir sind grad zurück zum Fado, kurz vorm Anfang, was zu trinken bestellen, dann geht’s los. Beim 2. Lied gehen wir, Axel hält es kaum aus. Ich habe dem interessanten Instrument genauer zugehört, eine große Mandoline mit 12 Saiten, klingt wie eine Mandoline, heißt aber spanische oder portugiesische Gitarre. Der spielt gut, auch der mit Gitarre, den beiden würde ich gerne länger zuhören, wenn der Gesang nicht dabei wäre.
Wir sitzen lieber oben draußen. Kurz vor 10 gibt’s auf dem Nebenschiff Ansage für Baked Alaska, und dann spielen sie auf dem französischen Schiff den Radetzkymarsch. 😏😁
Gespräch nicht möglich, kriege keine Antworten mehr, zu müde.
5,5 km. 8600 Schritte, nur 4 Stockw.
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